|
Um ein allgemeines Musizieren mit anderen zu ermöglichen, werden moderne Blockflöten auf den internationalen Kammerton a¹ = 440 Hertz gestimmt.
Eine spezielle Gruppe, die auf historischen Instrumenten musiziert, hat sich auf den Kammerton a¹ = 415 Hz festgelegt.
Wenn es Stimmungs- und Intonationsprogramme beim Zusammenspiel gibt, so versuchen viele Spieler durch "Auseinanderziehen" der Blockflötenteile, das Instrument tiefer zu stimmen.
Dies kann aus physikalischen Gründen schon gar nicht funktionieren, da sich alle Proportionen verändern.
Im Falle einer Höherstimmung käme andererseits niemand auf die Idee ein Stück von der Flöte abzusägen!
Zwar kann man auf beide Arten erreichen, dass ein Ton exakt stimmt, die anderen Töne verändern sich aber dadurch auch.
Leider aber nicht in die gewünschte Tonhöhe.
Dies liegt an folgenden Faktoren: Zum Ersten ist die Rohrlänge durch den Hersteller festgelegt, die bei beiden Eingriffen aber zu Ungunsten der Stimmung verändert wird.
Zum Zweiten wird der Abstand der Grifflöcher zum Labium verändert, der Abstand der Grifflöcher untereinander bleibt aber unverändert,
obwohl dieser auch verändert werden müsste, um wieder im richtigen Verhältnis zur Aufschnittkante zu sein.
Am besten stimmt die Intonation der Blockflöte, wenn sie richtig gespielt wird. Eine Blockflöte, die über den gesamten Tonbereich gleich stark geblasen wird, kann nicht sauber klingen.
Dies funktioniert übrigens bei allen anderen Blasinstrumenten auch nicht!
Fazit: Beim Stimmen der Instrumente sollten andere Instrumente, soweit dies möglich ist, nach der Blockflöte gestimmt werden. |